Die spanischen “Empörten” waren es, die – lange vor Occupy Wall Street – aufgerufen hatten zum 15. Oktober, einem globalen Demonstrationstag unter dem Motto “united for global change”. Sie wollten “Empörung über den Verlust unserer Rechte” ausdrücken und den Protest globalisieren, nachdem sie ihr einmonatiges Protestcamp am 12. Juni 2011 auf der Puerta del Sol in Madrid aufgelöst hatten. Sie haben ihr Ziel erreicht und den “Empörten-Virus” nach Europa gestreut (Telepolis). Deshalb haben die Menschen in Spanien den 15. Oktober – bei aller Empörung – auch gefeiert. Denn es kamen überraschend für die Plattform “Democracia Real Ya” (Echte Demokratie jetzt) noch mehr Menschen in Madrid zusammen als im Mai.
Eine halbe Million wurden geschätzt in Madrid, hunderttausende dazu an anderen Orten. Die Freude über das Zusammenkommen der Menschen war jedenfalls so groß, das diesmal nicht die Asambleas, die allgemeinen Bürgerversammlungen, im Mittelpunkt standen (taz), sondern das Feiern (wie in den vielen Videos über diesen Tag gut zu spüren ist). Jon Aguirre Such, einer Sprecher der Plattform sagte zum aktuellen Geschehen des Tages: “Die Menschen, die heute auf der ganzen Welt am 15. Oktober auf die Straßen gegangen sind, haben Geschichte geschrieben.” (Telepolis)
Es wurde musiziert und gesungen zu Beethovens Neunter: “Alle Menschen werden Brüder”
die Neunte auf dem ganzen Platz
Schilder, Volksfest, Leben …
Und zum Schluss doch noch eine Asamblea, “we gonna do like in New York”
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Die Flickr-Galerie “Marcha de los indignados”
zeigt einige Hauptschauplätze von
“Marcha de los indignados”-Veranstaltungen vom 15. Oktober 2011
Die meisten dieser Märsche fanden offenbar landauf landab in Spanien Stadt, was allen hier bekannt sein dürfte. Deshalb zeigt die Galerie nur Bilder solcher Demonstrationen in Latein-Amerika
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